Mein Krankheitsverlauf
-5/98 Einweisung in die Virngrundklinik nach Ellwangen, viele Tests wurden gemacht und nichts kam dabei heraus. Endlich nach 10 endlos erscheinenden Tagen konnten mir die Ärzte sagen was mit mir los war! Nach einer Röntgenselinkuntersuchung war es heraus, ich habe Morbus Crohn. Im ersten Moment war mir eigentlich gar nicht klar, was die Ärzte mir da sagen, erst als ich mir die ganzen Infobroschüren durchgelesen habe, merkte ich das ich das ein leben lang mit mir herum tragen muss.
Sobald die Diagnose gestellt wurde begann man auch gleich mit einer Cortisonbehandlung, die die Entzündung im Darm hemmen soll. Na ja es hat ja geholfen. Mir ging es dann nach und nach auch wieder besser. Nach meinem Krankenhausaufenthalt ging ich sogleich zu meinem Hausarzt, der sich zu meinem Glück sehr gut mit meiner Krankheit auskennt, da seine Tochter mit demselben Problem zu kämpfen hat.
Ja danach muss ich sagen ging es mir eigentlich lange gut! Hier und da mal ein Schübchen aber nichts weltbewegendes. Ich stellte mich in der Uniklinik in Ulm vor, die mich dann auch gleich zum Totalcheck von Kopf bis Fuß ein paar Tage behielten.
Danach ging ich alle 4 Wochen zu meinem Hausarzt Blut abnehmen und halbjährlich nach Ulm in die Uni.
Bis mich im Dezember/99 ein sehr unschöner Abszess in der Aftergegend plagte. Der Abszess wurde dann auch operativ entfernt. Es dauerte aber sehr lange bis die OP Wunde verheilte. Um genau zu sein ein ganzes Jahr.
Danach dachte mein Cröhnchen es müsse mal wieder verrückt spielen und mir einen Streich spielen. ich bekam höllische Schmerzen, Schmerzen die ich so nicht kannte. Es kam soweit, dass ich zum Arzt ging und der mich ins örtliche Krankenhaus einlieferte.
Dort aber waren die Ärzte überfordert und spielten das ganze herunter mit einer akuten Blinddarmentzündung. Als ich die Ärzte darauf hinwies, dass ich meine Behandlung auch in Ulm fortführen könnte bekam ich nur zu hören: "Das könne wir genau so gut wie die in Ulm." Was sich aber später als kompletter Blödsinn bewies.
In Ulm später stellte sich nämlich heraus das ich eine sehr enge Darmstelle habe und das ich zwei Abszesse habe, die lebensgefährlich werden könnten. In Ulm wurde ich 2 Wochen künstlich ernährt und schließlich in die Chirurgie verlegt.
Dort wurde ich 2 Wochen lang von tag zu Tag vertröstet einen OP Termin zu bekommen. In dieser Zeit war ich nervlich ein Wrack Ich brauchte Beruhigungsmittel um überhaupt noch schlafen zu können. Erst als ich drohte mich in ein anderes Krankenhaus verlegen zu lassen, reagierten die Ärzte und gaben mir einen Termin, den sie natürlich auch nicht einhielten! Ich lag einen ganzen Tag zur OP vorbereitet im Zimmer und wartete. Um 16.00 Uhr kam ein Arzt und meinte heute reicht es nicht mehr sie kommen dann morgen dran.
Ok so weit so gut wartete ich also noch einen Tag um 13.00Uhr dann war es so weit die Tür ging auf und ich wurde in den OP abgeholt.
Nach der OP war ich noch 10 Tage im Krankenhaus und danach zuhause!
Im Krankenhaus wurde mir noch eine Anschlussheilbehandlung empfohlen, die ich auch machte, und die mir auch sehr viel gebracht hat. Während dieser 4 Wochen habe ich mich sehr gut von allen Strapazen erholt.
Außerdem wurde mir gesagt, das es besser wäre, wenn ich eine Umschulung machen würde, da ich aufgrund meiner Erkrankung nichts mehr in meinem alten Beruf nicht arbeiten kann.
Jetzt 8 Monate nach der OP muss ich sagen es geht mir im großen und ganzen gut. Meine Blutwerte sind in Ordnung nur ein bisschen Durchfall plagt mich noch!
Aber die Ärzte meinen, dass das einen anderen Zusammenhang hat der gerade untersucht wird sobald ich was näheres weiß werde ich euch informieren.
So das war meine Leidensgeschichte bis
zum 17.08.2001 sobald es was neues gibt werde ich es hier verewigen!